ALNiCO-Magnete

Alnico-Magnete werden durch ein metallurgisches Press-Sinter-Verfahren oder einen Gießprozess hergestellt. Die für Alnico-Magnete verwendeten Rohstoffe werden vor dem Erhitzen gemischt, um den Gießprozess vorzubereiten. Die für Alnico 500-Material verwendete Legierung enthält neben Eisen 24% Kobalt, 14% Nickel, 8% Aluminium, 3% Kupfer und 0,45% Niob. Nach der exakten Dosierung der einzelnen Komponenten. wird ein Verflüssiger zugegeben.

Die Zugabe dieses Verflüssigers sorgt für eine bessere Kontrolle des Sinterprozesses. Der Verflüssiger wird vor dem Sinterprozess entfernt, indem das Material in einem Ofen bei niedriger Temperatur erwärmt wird. Um das Material zu pressen, werden je nach gewünschter Endform unterschiedliche Techniken eingesetzt. Während dieses Prozesses werden die Form und die Abmessungen genau kontrolliert.

Schließlich erfolgt der Sinterprozess durch die schrittweise Dosierung hoher Temperaturen. In diesem Stadium ist die Kontrolle der exakten Sintertemperaturen von größter Bedeutung für die späteren magnetischen Eigenschaften. Das so gewonnene magnetische Endprodukt kann mit Hilfe spezieller Maschinen, die sehr enge Toleranzen einhalten, zu einem fertigen Produkt verarbeitet werden. Mechanisch gesehen ist das Material des Endproduktes relativ hart und kann nur mit Hilfe von Spezialmaschinen bearbeitet werden. Aufgrund der niedrigen Temperaturkoeffizienten sind die magnetischen Eigenschaften von Alnico-Magneten weitgehend temperaturunabhängig*. Sie können daher Umgebungstemperaturen bis zu 500°C ohne nennenswerten Verlust der Magnetkraft ausgesetzt werden. Bei der Auswahl dieses Materials für bestimmte Anwendungen ist diese letzte Eigenschaft meist der wichtigste Faktor.

Bakker Magnetics. Delivering magnetic expertise.