Angesichts der jüngsten Entwicklungen in den Handelsgesprächen zwischen China und den Vereinigten Staaten möchten wir Sie über eine Änderung der Exportbestimmungen für Seltenerdelemente informieren. Diese Bestimmungen wirken sich auf die Verfügbarkeit und Lieferzeiten von Magneten sowie von Maschinen und Anlagen aus, in denen magnetische Komponenten zum Einsatz kommen.
Im vergangenen Jahr hat das chinesische Handelsministerium mit der Bekanntmachung Nr. 18 neue Exportrichtlinien eingeführt. Diese Verordnung ist seit dem 4. April 2025 in Kraft und legt fest, dass Produkte, die schwere Seltenerdelemente (HREs) wie Dysprosium, Terbium und Samarium enthalten, nur mit einer gültigen Ausfuhrgenehmigung exportiert werden dürfen.
Am 9. Oktober wurden zusätzliche Maßnahmen angekündigt. Während des jüngsten Gipfeltreffens zwischen China und den USA wurde jedoch beschlossen, diese zusätzlichen Maßnahmen vorübergehend auszusetzen. Diese Entscheidung wurde am 7. November durch die Bekanntmachung 70 offiziell bestätigt.
Wichtig: Die Bekanntmachung Nr. 18 bleibt in vollem Umfang in Kraft. Die Lage hat sich also nicht verschlechtert, aber auch nicht entspannt.
Auswirkungen auf Lieferungen von Bakker Magnetics
Für Bakker Magnetics und seine Kunden bedeutet dies Folgendes:
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Die praktischen Auswirkungen der neuen Vorschriften auf 7RE-freie Magnete können zu unvorhersehbaren Lieferzeiten von 2,5 bis 4 Monaten führen, die sich bei zusätzlichen Kontrollen noch verlängern können.
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Kunden, die Magnete verwenden, die die sieben eingeschränkten Elemente (7RE) enthalten, müssen ein Endverbraucherzertifikat (EUC) vorlegen.
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Die praktischen Auswirkungen der neuen Vorschriften auf Nicht-HRE-Magnete können zu unvorhersehbaren Lieferzeiten führen, und zwar aufgrund folgender Faktoren:
Prüfung durch Dritte: Alle Magnete müssen nun von unabhängigen, zertifizierten und staatlich zugelassenen Labors geprüft werden. Dies dauert in der Regel 10 Werktage oder länger, wenn die Labors überlastet sind.
Zollabfertigung: Die Vorlaufzeiten haben sich aufgrund strengerer Verfahren verlängert. Die Zollbehörden können auch eigene Proben zur unabhängigen Überprüfung entnehmen, was die Vorlaufzeiten weiter verlängert. -
Chinesische Lieferanten benötigen Zeit, um die neuen Verfahren umzusetzen, was vorübergehend Auswirkungen auf Produktionsprozesse und die Zollabfertigung haben kann.
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Die Situation ist dynamisch: Die Auslegung und Durchsetzung der Vorschriften kann sich kurzfristig ändern.
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Wir entwickeln proaktiv Notfallpläne für den Fall, dass die Regierung beschließt, die aktuelle Liste der eingeschränkten Elemente zu erweitern.


