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Das Verkleben von Magneten spielt eine zentrale Rolle für die Zuverlässigkeit und Funktionalität magnetischer Baugruppen. In einer Vielzahl von Anwendungen, wie Elektromotoren, Aktuatoren, Sensoren und Lautsprechern, sind Magnete hohen Temperaturen, mechanischen Kräften und Vibrationen ausgesetzt. Die Qualität der Klebeverbindung hat einen direkten Einfluss auf die Leistung und Lebensdauer des Endprodukts.
In den Produktionsprozessen bei Bakker Magnetics ist das Verkleben von Magneten ein integraler Bestandteil der Gesamtmontage. Die Kombination aus Materialkompetenz, präzisen Toleranzen und kontrollierten Prozessschritten führt zu stabilen und reproduzierbaren Ergebnissen.

Die Rolle des Verbindungsprozesses in magnetischen Baugruppen

Eine Klebeverbindung in einer magnetischen Anwendung muss unter wechselnden Bedingungen funktionieren. Während des Gebrauchs sind Magnete folgenden Einflüssen ausgesetzt:

  • hohe thermische Belastungen
  • langanhaltende Vibrationen
  • mechanische Stöße
  • Zentrifugalkräfte während der Rotation
  • Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit und Chemikalien

Eine sorgfältig aufgebrachte Klebeverbindung verhindert ein Verrutschen, Beschädigungen oder ein Ablösen der Magnete und trägt so zur Zuverlässigkeit der gesamten Baugruppe bei.

Klebende Montage

Die Bedeutung der richtigen Klebefuge

Die Klebefuge, also der Abstand zwischen Magnet und Substrat, bestimmt die endgültige Festigkeit und Haltbarkeit der Verbindung. In Produktionsprozessen werden kontrollierte, anwendungsspezifische Klebefugen verwendet, darunter:

  • Epoxidharz: 0,05 – 0,15 mm
  • Strukturelles Acryl: 0,1 – 0,25 mm
  • Cyanoacrylate: < 0.05 mm

Eine gleichmäßige Klebefuge trägt zu einer gleichmäßigen Spannungsverteilung und einer vorhersehbaren Aushärtung bei.

2-Komponenten-Systeme

1- und 2-Komponenten-Klebstoffsysteme

Je nach Prozessanforderungen kommen bei magnetischen Baugruppen verschiedene Klebetechnologien zum Einsatz.

1-Komponenten-Systeme
Diese Klebstoffe bestehen aus einer einzigen Formel und härten durch Wärme, Feuchtigkeit oder einen Aktivator aus. Sie werden häufig gewählt, wenn eine hohe Produktionsgeschwindigkeit und Prozesskonsistenz entscheidend sind.

2-Komponenten-Systeme
Hier werden Harz und Härter miteinander kombiniert. Diese Art von Klebstoff ist weniger empfindlich gegenüber Umgebungsbedingungen und wird verwendet, wenn strukturelle Festigkeit und Temperaturstabilität erforderlich sind.
Die Wahl zwischen diesen Systemen hängt vom Produktionsprozess, den erforderlichen mechanischen Eigenschaften und den Materialeigenschaften ab.

Medizinische MRT-5

Temperaturverhalten von Klebstoffen

Magnetbaugruppen sind häufig großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Die thermische Beständigkeit des Klebstoffsystems bestimmt maßgeblich dessen Eignung für eine bestimmte Anwendung. Beispiele für Temperaturstabilität sind:

  • Cyanacrylat: ca. 90–120 °C
  • Strukturelle Acrylate: bis zu ca. 200 °C
  • Epoxidharzsysteme: ca. 150 °C
  • Hochtemperatur-Epoxide: bis zu ca. 250 °C mit zusätzlicher Wärmeaushärtung

Diese Temperaturgrenzen sind auf die Umgebung abgestimmt, in der die Baugruppe betrieben wird.

PM-Montage

Rotationssysteme und mechanische Belastung

Bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen spielen Zentrifugalkräfte eine wichtige Rolle. Die Qualität des Klebevorgangs beeinflusst die Beständigkeit gegenüber:

  • dynamische Lasten
  • kontinuierliche Schwingungen
  • strukturelle Verformung

Bei Hochgeschwindigkeitsmotoren werden daher Klebeverbindungen hergestellt, die einer langfristigen und wiederholten mechanischen Belastung standhalten. Je nach Konstruktionsanforderungen können zusätzliche Techniken zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Bandagen, Nutverbindungen oder mechanische Gehäuse.

BM-Montage im Werk

Verarbeitung verschiedener Magnetmaterialien

Magnetmaterialien wie NdFeB, SmCo, AlNiCo und Ferrit weisen jeweils unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich Härte, Sprödigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Temperaturverhalten auf. Der Klebevorgang berücksichtigt:

  • Oberflächenstruktur
  • Empfindlichkeit gegenüber Absplitterungen
  • Wärmeausdehnung
  • gewünschte Haltbarkeit der Verbindung

Diese Faktoren bestimmen, wie Magnet und Substrat innerhalb der erforderlichen Toleranzen miteinander verbunden werden.

Beschichtung auf Baugruppe

Zusätzliche Techniken bei der magnetischen Montage

Das Verkleben ist oft nur ein Schritt innerhalb eines umfassenderen Montageprozesses. Weitere Techniken sind:

Korrosionsschutz
Beschichtungen, Dichtungen oder Oberflächenbehandlungen, die vor Feuchtigkeit und Chemikalien schützen.
Mechanische Verriegelung
Konstruktive Lösungen, die zusätzliche Stabilität bei belastungsintensiven Anwendungen bieten.
Nacharbeit und Reparatur
Methoden zur Inspektion, Korrektur und Reproduktion innerhalb bestehender Produktionsabläufe.
Spritzgegossene Magnete
Kombinationen aus magnetischem Material und Polymeren, die komplexe Formen und integrierte Funktionalität ermöglichen.

Der Klebevorgang bestimmt die Qualität Ihrer Magnetbaugruppe.

Das Verkleben von Magneten ist ein technisch anspruchsvoller Prozess, der sich direkt auf die Leistung, Sicherheit und Lebensdauer auswirkt. Durch die Verwendung der richtigen Materialien, Klebstoffsysteme, Toleranzen und Prozesskontrollen stellt Bakker Magnetics langlebige und robuste Magnetbaugruppen her, die den höchsten Industriestandards entsprechen.

Kunde versus BM

Möchten Sie mehr über Magnetverklebungen erfahren oder benötigen Sie Unterstützung für Ihr Projekt? Unsere Ingenieure helfen Ihnen gerne dabei, das richtige Klebesystem für Ihre Montage zu optimieren.

Bakker Magnetics. Delivering magnetic expertise.